Rauchmelder

Allgemeine Informationen:

Noch immer sterben in der BRD jährlich mehr als 600 Personen an den Folgen von Haus- bzw. Wohnungsbränden, Tausende werden verletzt. Die meisten Brände im privaten Wohnungsbereich bei denen Menschen zu Schaden kommen, brechen zwischen 22.00 und 6.00 Uhr aus. Die Bewohner werden im Schlaf überrascht ! Brandopfer kommen meistens jedoch nicht durch Flammen ums Leben, sondern sterben an den Folgen des Brandrauchs.

Wer im Schlaf überrascht wird, kann durch die Rauchgase Kohlenmonoxid, Chlor- oder Blausäuregas das Bewusstsein verlieren. Im schlimmsten Fall erstickt man, ohne auch nur einen Hustenreiz zu verspüren.

 

    

               

 

 

Rauchmelder retten Leben:

Nach Angabe der Feuerwehren haben Bewohner eines Hauses nach Ausbruch eines Brandes ca. 4 Minuten Zeit durch Flucht das Gebäude zu verlassen. Eine Rauchvergiftung kann bereits nach 2 Minuten tödlich sein ! Ein Rauchmelder warnt rechtzeitig vor der Gefahr und spart so wichtige Zeit zur Flucht. Aus diesem Grund haben sich Rauchmelder als wesentlicher Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes durchgesetzt, obwohl eine gesetzliche Vorschrift in Deutschland bisher fehlt ( anders in den USA, Großbritannien und den skandinavischen Ländern ) .

Seit z.B. in den USA rund 90% der privaten Wohnungen mit Rauchmeldern ausgerüstet sind, waren 40% weniger Brandtote zu beklagen.

Funktion eines Rauchmelders:

Die Geräte der meisten Hersteller sind batteriebetriebene Rauchmelder, welche auch bei einem eventuellen Stromausfall funktionsfähig bleiben. Sie arbeiten nach dem Streulichtprinzip. Die Sensoren arbeiten nach dem optischen Prinzip, d.h. in der Messkammer des Rauchmelders werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet, die im Normalzustand nicht auf die Fotolinse treffen. Bei Rauchentwicklung in einer bestimmten Konzentration wird ein Lichtstrahl im Gerät auf eine Fotozelle gelenkt und löst den lauten, akustischen Alarm aus.

Rauchmelder für Gehörlose:

Bei diesem System werden die Rauchmelder mit einer Zentrale verbunden, welche im Brandfall auslöst und einen visuellen Alarm mittels einem eingebautem Blitzlicht anzeigt. Weiterhin wird ein Vibrationsalarm mit der Zentrale verbunden, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.

 

Montage eines Rauchmelders:

Batteriebetriebene Rauchmelder werden einfach an der Decke ( am besten in der Raummitte ) befestigt und erfordern keinen großen Montageaufwand. Da die heißen Brandgase nach oben steigen, müssen Rauchmelder an der Decke angebracht werden. Vorrangig sollten folgende Räume mit einem Rauchmelder ausgerüstet werden:

Schlafzimmer

Kinderzimmer

Wohnzimmer

Gästezimmer

Keller

In der Küche und dem Bad ist von der Montage eines Rauchmelders abzusehen, da es durch Koch- und Wasserdämpfe zu Fehlalarmen kommen kann. In diesem Bereich ist es angebracht einen Hitzemelder zu installieren.