Photovoltaiktechnik

 

Grundsätzliche Beschreibung

Eine Photovoltaikanlage ( PV-Anlage oder Solarstromanlage ), ist eine Erzeugeranlage , in der mittels Solarmodulen die Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird.

Eine Photovoltaikanlage bei der die Energie ins Stromnetz eingespeist wird besteht aus mehreren Solarmodulen, einem oder mehreren Wechselrichtern, die die erzeugte Gleichspannung in Wechselspannung umformen, Verkabelungsmaterial und einem Elektrozähler der den Ertrag festhält der ins Netz des zuständigen EVU geliefert wird. 

 

                   

 

Der Wechselrichter hat bestimmte Parameter auf der Eingangseite ( Gleichstromeinspeisung ), die durch gezielte Verschaltung der Solarmodule zu einzelnen Strängen und eine eventuelle Parallelschaltung der Stränge erreicht werden. In vielen Fällen ist hierzu Verteilung notwendig. Im Wechselrichter gibt es einen Schalter, so dass der Wechselrichter zum Beispiel zu Wartungsarbeiten sowohl gleichstrom- als auch wechselstromseitig freigeschaltet werden kann.

Da die Sonne eine unerschöpfliche Energiequelle darstellt und die Solarenergie somit frei zur Verfügung steht und nichts kostet, ist dies einer der größten Vorteile im Bezug zur Photovoltaik (PV). Auch wenn die Energiepreise in den nächsten Jahren ständig steigen sollten, wird durch die Sonne mittels Photovoltaik- Anlage Strom produziert ohne dass höhere Kosten entstehen

        

     

 

Die Nutzung der PV- Anlage an sich stellt einen der größten Vorteile dar, denn die Erzeugung der sauberen Energie trägt auch zur CO2 - Minderung bei. Die PV- Anlage erzeugt keinen Lärm oder sonstige Emmisionen.

 

Energieertrag einer Solarstromanlage

In Deutschland kann von einem Energieertrag von etwa 650 bis 1150 kWh pro kWpeak (kWp) installierter Leistung der Anlage und Jahr ausgegangen  werden.

Man kann zwischen Norddeutschland und Süddeutschland einen Unterschied von ca. 10% der möglichen Ertragsleistung ausgehen.

 

 

Auch eine Verschattung von Modulen z.B. durch Bäume, neue Häuser, Fahnenmasten usw. kann den Energieertrag stark vermindern.

 

Wirtschaftlichkeit

Photovoltaikanlagen sind überall in Deutschland wirtschaftlich einsetzbar, sagt Andreas Wagner, Chef des Solaranlagenherstellers Wagner & Co. in Cölbe.  Die meisten Betreiber speisen ihren Energieertrag ins Netz ein, weil nur bei dieser Variante hohe staatliche Vergütungen zu bekommen sind. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) garantiert 20 Jahre lang einen Vergütungssatz von 43,01 Cent pro abgegebener Kilowattstunde, wenn die Anlage 2009 in Betrieb geht. 2010 sinkt die Einspeisevergütung um acht Prozent auf 39,57 Cent.

 

                   

 

Bei der aktuellen Einspeisevergütung von 43 Cent winken dem Betreiber z.B. bei einer 3 Kwp- Anlage etwa 1.100 Euro pro Jahr. Die Anschaffungskosten für eine Anlage der vorgenannten Größe betragen komplett etwa 11.000 Euro. Man muss als Betreiber von jährlichen Betriebskosten von ca. 100 Euro ausgehen.. Werden günstige staatliche Förderungen durch KfW-Darlehen genutzt und maximal drei Viertel der Investitionskosten über Kredit finanziert, rechnet sich die Solaranlage nach 15 Jahren.

 

 

Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten heben die Gewinnaussichten. Wer Strom ins Netz einspeist, gilt als Gewerbetreibender, muss aber kein Gewerbe anmelden. Die Steuervorteile sind vielfältig: Stromunternehmer können die Investitionskosten und den laufenden Wartungsaufwand absetzen sowie anfallende Umsatzsteuerzahlungen vom Finanzamt zurückholen. Die Abschreibung der Anlage erfolgt linear mit fünf Prozent pro Jahr, eine Sonderabschreibung in Höhe von 20 Prozent ist möglich. Gewinne und Verluste werden anhand einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt.